
A super Werbesprucherl, nicht wahr?
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Die folgende Geschichte ist als Spiel entstanden: Freunde und Bekannte von mir haben immer wieder neue Abschnitte beigetragen, und ich habe dann jeweils denjengen ausgesucht, der mir am Besten gefällt. Ich danke also Stefanie, Rebecca, Martin, Karli, Hannah, Georg, Christa und Alexandra für die Mitwirkung sowie allen, die mitgemacht haben, ohne dass ein Textteil von ihnen in die Geschichte kam: deren Namen kenne ich nicht, denn ich kriegte alle Beiträge ohne zu wissen, von wem sie waren.
Und nun viel Spass mit der Herbstspielgeschichte 2009:
Es war schon dunkel, und ziemlich früh im Jahr hing die Weihnachtsbeleuchtung in den Bäumen der Allee, als Kim die Augen aufschlug und das Gefühl hatte, alles sei unbekannt. Alles, wirklich alles, war fremd. Die mit Lämpchen geschmückten Bäume hatten grosse Augen, eine grosse dicke Nase und alle lachten so laut, das Kim Hühnerhaut bekam. Wo bin ich nur? Sie schaute um sich gerade als ein Zwergkaninchen mit einem schwarzen Punkt auf dem Fell über die Bahnhofstrasse hoppelte. Hintendrein ging der Weihnachtsmann vom Globus, einen Joint rauchend, und Kim nahm an, dass wenigstens der wohl wirklich da war.
Wahrscheinlich waren die Pillen ein Fehler gewesen, dachte Kim, aber ihre Nervosität hätte die Mission gefährdet und die Halluzinationen würden nach kurzer Zeit nachlassen. Sie setzte sich auf die nächste Bank und atmete tief durch. Dann öffnete Kim die Aktentasche, brach das Siegel und zog die Anweisungen aus dem Kuvert.
Sie ignorierte ganz bewusst den Osterhasen, der hinter ihr ein paar Eier versteckte, und senkte den Blick: "SCHOKOLADENTORTE". Da stand tatsächlich nur "SCHOKOLADENTORTE" auf einem blassen Stück Papier. Kim lachte laut.
Sie raffte ihre Sachen zusammen, nahm das nächste Tram, fuhr zur Sprüngli-Konditorei, kaufte die grösste Schoggitorte im Angebot und ging dann zackig zum Marronistand. Dort packte sie die Torte aus und drückte sie dem Verkäufer genüsslich ins Gesicht. "So", sagte Kim, "jetzt siehst du aus wie der Schmutzli!" Und dann rannte sie los, so schnell sie konnte.
Der Marroniverkäufer wischte sich die Schoggicrème aus dem Gesicht, und sobald er wieder etwas sehen konnte, schaute er den Tortenboden genau an. Tatsächlich: Auf der Innenseite - unter einigen klebrigen Schoggikrümeln - fand er die Handynummer. "Könnte man ja auch einfacher haben", brummelte er bevor er sein Handy aus der Tasche kramte und die Nummer einstellte. Statt eines Grusses sagte er bloss "Wann und wo?", hängte wieder auf, und wunderte sich, ob es die Tortenwerferin in ihrem offenbar total bekifften Zustand auch bis zum Schiffsteg schaffen würde.
Derweil klappte der Samichlaus, der vom Globus inzwischen fast beim Schiffsteg angelangt war, sein Handy zu und lachte sich ins Fäustchen. Er schaute sich verstohlen nach links und rechts um, kramte einen Schlüssel aus der Manteltasche und schloss das Bootshaus auf. Der Esel begrüsste ihn freudig, als Kim hinter ihm zur Türe hineinschlüpfte und fragte: "Und wo ist der Sack?"
"Eselkacke," rief der Chlaus, "den habe ich doch glatt im Globus stehen gelassen! Wenn die Goofen ihn finden, können wir einpacken!" - "Was ist denn da drin, etwa keine Nüsse?" fragte Kim entsetzt. - "Doch schon," schmunzelte der Chlaus, "das Interessante ist, was in den Nüssen drin ist..." Bloss keine von diesen mistigen Pillen, dachte Kim, und starrte auf den weissen Pelzbeutel mit dem schwarzen Punkt am Gürtel des Chlauses.
Dieser Punkt hatte eine schon fast hypnotisierende Wirkung auf Kim. Sie konnte der Versuchung nicht wiederstehen, sie musste einfach darauf drücken. "Lass das Gefummel!" rief der Chaus, "wir haben echt ein Problem mit den Nüssen!" "Nun rück schon raus damit, was ist drin?" fragte Kim genervt. "Meine Erfindung: Inflatable Toys," sagte der Chlaus mit Stolz, "es poppen Spielzeuge raus, wenn die Nuss geknackt wird!" "Au weia," stotterte Kim nervös, "wir müssen den Marronimann nochmals kontaktieren, er muss den Sack sofort da rausholen, sonst gibt das ein Massaker!"
"Und wie willst Du das anstellen?" fragte der Chlaus. "Dann schmeiss ich halt nochmals eine Torte - dann weiss er, dass er Dich wieder anrufen muss." - "Wie hiessen nochmals Deine Pillen? Aber ich muss zugeben: Die verleihen Deiner Phantasie echt Flügel..." brummte der Chlaus. "Also: beeil Dich!" Und Kim zog los, nicht ohne nochmals einen überaus neugierigen Blick auf den weissen Pelz mit dem schwarzen Punkt zu werfen. War das nun ein Hase oder nicht?
Als Kim weg war, band der Chlaus den weissen Pelzsack von seinem Gürtel und drückte auf den schwarzen Punkt. Prompt ratterte das Batteriehäschen los. "Und die dachte, das sei ein echter Hase" brummelte er in seinen Bart.
Derweil lief Kim nochmals zum Sprüngli und kaufte unter etwas komischen Blicken der Verkäuferinnen eine zweite Schoggitorte. Und nun habe ich ein echtes Problem, dachte sie, den ohne diese Hasenfratzpillen traue ich mich sowiso nicht nochmals zum Marronimann. Aber auf die Nebenwirkungen von stundenlangen hasengetupften Halluzinationen habe ich auch keine Lust. Kim setzte sich bei der Tramhaltestelle auf eine Bank und begann die Schoggitorte selber zu essen. "Sobald ich die Nummer habe, rufe ich selber an," murmelte Kim.
Nach zwei Tortenstücken rebellierte der pillengeplagte Magen. Nach dem dritten Stück streikte Kim. Wo ist nur die blöde Nummer? Kim schmiss den Rest der Torte in einen Abfallkübel - aber der Tortenboden sah aus wie jeder normale Tortenboden: blank und weiss - keine Nummer, auch auf der Rückseite nicht. Erst jetzt fiel Kim auf, dass die Verkäuferin vom ersten Mal diesmal nicht im Sprüngli gewesen war. Sie rannte zurück in den Sprüngli - jetzt war die erste Verkäuferin wieder da. Und am Gürtel trug sie einen weissen Pelzsack mit einem schwarzen Punkt.
„Ich wusste es!“ rief Kim aus und zeigte auf den Pelzbeutel, „Du steckst mit dem Chlaus unter einer Decke!“ Wütend stampfte sie um den Tresen und stellte die Verkäuferin zur Rede. „Jetzt sagst Du mir sofort, was hier gespielt wird, oder... oder...“ Kim überlegte schnaubend, „...oder ich rufe den Samichlaus an und sage ihm er soll dich in den Sack stecken und in die Limmat werfen!“ Die Verkäuferin zog überrascht eine Augenbraue hoch, sah sich im Laden um und entschied sich dann, Kim mit in den Lagerraum mitzunehmen. Je weniger Zeugen, desto besser. Umgeben von Torten, Pralinen und Weihnachtsgebäck lachte die Verkäuferin ungehemmt los. „Meine Güte, Kim! Diese Pillen sind bei dir wirklich deftig eingefahren, was?“ Mit Tränen in den Augen hielt sie sich den Bauch. „Jetzt mal ehrlich, fällt dir denn gar nichts auf?“ Sie nahm ihr Haarnetz ab und schneeweisse Haare fielen ihr über die Schultern. Sie klimperte kokett mit den Augen und mimte mit Zeige- und Mittelfinger eine Rauchergeste an ihrem Mund. „Na? Dämmert's schon?“ fragte sie, ihre Stimme nun merklich tiefer als vorher. Kim starrte entgeistert ihr Gegenüber an. „Was? DU bist das?“ fragte sie und konnte es kaum glauben „Ich war es immer!“ sagte der Chlaus, der nun in voller Pracht vor ihr stand. Kim schüttelte den Kopf. „Der kiffende Globus-Chlaus?“ - „Das war ich.“ - „Die Sprüngli-Verkäuferin?“ - „Das war ich.“ - „Der Marronimann?“ - „War ich auch?“ - „Der Osterhase mit den Eiern?“ - „Das war ich nicht!“ gab der Chlaus zu. „Diese Pillen haben dir wirklich ziemlich das Hirn vernebelt.“ „Aber... aber...“ Kim rang verzweifelt nach Worten und raufte sich die Haare. „Ich dachte, der Auftrag kam vom Big Boss. Ich dachte, ich soll dem Samichlaus helfen, die Weihnachtsgeschenke zu verteilen.... Statt dessen laufe ich halb zugedröhnt durch Zürich und werfe mit Schoggitorten um mich!“ „Der ursprüngliche Auftrag kam vom Big Boss, da besteht kein Zweifel. Und ich muss sagen, er hat dieses Jahr einen ganz besonderen Engel ausgewählt um mir zu helfen.“ lachte der Chlaus. „Pffffff!“ fauchte Kim wütend. „Aber warum diese doofen Pillen und warum das ganze Gestürm mit den Torten? Hat der Big Boss das etwa auch angeordnet?“ Jetzt musste sich der Chlaus den Bauch halten. „Nein, das war meine Idee! Und warum? Tja, einfach, weil es so lustig war! Weil man nicht jeden Tag einen Engel mit Schlagseite beobachten kann und weil es so herrlich war, dich an der Nase herumzuführen. Du hast dich gut geschlagen, muss ich sagen.“ „Aber warum musste ich in halb Zürich herumhetzen? Ich hätte doch einfach zu dir kommen können und wir hätten die Geschenke verteilt. Schluss. Aus. Amen!“ „Klar,“ stimmte der Chlaus zu. „aber weisst du, nicht alle Wege führen direkt zum Ziel. Manchmal hat man einen venebelten Blick, manchmal macht man komische Sachen, die zunächst nicht logisch erscheinen. Manchmal macht man einen grossen Umweg und hat keine Ahnung, wohin etwas führt. Doch ganz am Ende hat alles seine Richtigkeit und man ist genau dort, wo man sein soll. Und das Allerwichtigste am Ganzen ist, dass man unterwegs den Spass und die Freude nicht vergisst. Hattest du den gar keine Freude, Kim? Nicht ein bisschen?“ fragte der Samichlaus. Kim überlegte lange, dann lächelte sie. „Doch! Als ich dir die Schoggitorte ins Gesicht geschmiert habe, das war richtig gut!“ „Na also!“ schmunzelte der Chlaus. „Dann hat sich ja die ganze Sache gelohnt. Ich hatte meinen Spass, du dein Freudeli und ganz sicher haben wir beide eine Menge Leute eine Zeit lang blendend unterhalten.“ Der Chlaus klopfte Kim ermunternd auf die Schultern. „So, mein Engel, jetzt müssen wir aber wirklich den Sack aus dem Globus holen. Ich habe doch nicht ein ganzes Jahr lang im Schweisse meines Angesichts an diesen Spielzeugen gebastelt, damit sie jetzt dort rumstehen. Komm, wir schnappen uns diesen Sack und und verteilen die Spielsachen an die Kinder, schliesslich ist schon morgen Weihnachten.“ Und Kim stand auf, lachte ein breites Grinsen und ging Seite an Seite mit dem Chlaus auf die Bahnhofstrasse hinaus.
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Gelesen in der Sonntagszeitung: ("Das Netzwerk der Gefühle" am 13.12.09)
Christakis fand heraus, dass Glücksgefühle regelrecht ansteckend sind, und zwar über mehrere Kontakte hinweg. Ist ein Freund glücklich, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, selbst glücklich zu sein, um 15 Prozent. Wenn der Freund eines Freundes glücklich ist, steigt die Wahrscheinlichkeit um 10 Prozent. Der Freund eines Freundes eines Freundes hat noch einen Einfluss von 6 Prozent auf das eigene Glücksgefühl.
Und der Freund eines Freundes eines Freundes eines Freundes eines Freundes wäre wohl immer noch nicht bei null Prozent. Nun lässt sich aber von Dir, liebe Leserin, lieber Leser, zu fast jedem Menschen auf der Welt über eine solch lange Freundeskette eine Verbindung finden! Das heisst: Dein Glück berührt wissenschaftlich belegbar die ganze Welt!
Es geht weiter:
Es ist nicht nur so, dass glückliche Framingham-Bürger sich bevorzugt mit ihresgleichen anfreunden. Christakis konnte zeigen, dass sie tatsächlich die Grundstimmung ihrer Umgebung verändern. Auch Rauchen, Übergewicht und - so die jüngste Studie - Einsamkeit sind in einer ähnlichen Weise ansteckend.
Und ich bin ziemlich sicher, dass es auch für Freude und Frieden gilt. Also ist nun auch wissenschaftlich belegt, was Mystiker aller Religionen immer wieder bertonen: der Frieden auf der Welt beginnt auch in Dir.
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Jetzt hab ich mal ein Plakat voll persönlich genommen, mit viel Freude, bin aus dem Zug ausgestiegen und hab mich gleich ganz gross gefühlt:

Ich stell mir diese Kampagne allerdings etwas sehr aufwändig vor, wenn Postfinance Euch andern alle auch ansprechen will.
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Mein Baby kann nun Farben benennen! Zu Rot sagt es "rooot", zu grün sagt es "düen", zu Blau "bauu", und zu Braun "soosseee!"
Errätst Du weshalb? Der Grund lauert hier ...
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