Hoffentlich war das nicht zu aufdringlich, dachte ich, aber Ms Reaktion war sehr freudig. Wir verbrachten viel Zeit zusammen an der Konferenz, fanden, dass wir sehr viel Heu auf der gleichen Bühne haben, und ich glaube, ich habe jetzt einen Bekannten weniger und einen Freund mehr. Denn auch wenn wir noch immer wenig voneinander wissen: zumindest wo das Heu liegt, ist nun klar, und das ist doch schon Anlass zu einem recht grossen freude.li. Bin schon gespannt, was da noch alles wird ...
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Ich hatte viele freude.li in den letzten 12 Tagen, ehrlich! Aber immer, wenn ich etwas aufschreiben wollte, fiel mir nichts mehr ein ausser "aaaaaah!!" Und das wär langweilig, oder? Stillhirn, nennt das meine Frau, ich habe es auch, obwohl ich nicht stille: ich schlafe dennoch auch eher zu wenig.
Das schöne an Babies ist, dass man sich an ihnen freuen kann über Dinge, die sonst nicht so freudig sind: Speckröllchen an den Beinen, Sabber, wenn sie laut rülpsen, wenn sie so hoch fiepen, dass fast das Trommelfell platzt, wenn sie vor Freude mit den Händen auf den Tisch schlagen, wenn sie immerzu plaudern, wenn sie einen in den Finger beissen. Ja, ich freue mich ab all diesen Dingen, und zeige es auch.
Ein bisschen graut mir aber schon vor der Zeit, wenn das Baby ein Kind wird und wir ihm dann all diese freude.li wieder wegtrainieren müssen.
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Ich las heute in einem wissenschaftlichen Text folgenden Satz:
There is a word of cushion here: ...
Nun noch eine Ermahnung zum Kissen, heisst das auf Englisch. Das richtige Wort wäre caution gewesen, also Vorsicht, aber das kann ja leicht geschehen, weil man cushion wie "kuschen" ausspricht, caution aber wie "koschen".
Und dennoch: ich finde die Idee, ein Kissen zu holen, wenn Vorsicht geboten ist, doch ziemlich herzig, also besten Dank an den Autor dieses Artikels für das wunderbare Bild, das er mir mit seinem Wortwahlfehler geschenkt hat!
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Ich war heute am ersten Kurstag eines Kurses über gewaltfreie Kommunikation. Die Kursleiterin ist wirklich grossartig und macht viele lustige (aber treffende) Sprüche. Manchmal schwer zu entschlüsseln: was heisst zum Beispiel: "Die Frou bruucht offebar no öppis meh zom s'erschte Chakra lupfe."
Hmm, was soll das, dachte ich? Welches war schon wieder das erste, das Oberste oder das Unterste?

Aah ja, das Unterste, das Rote! Und sofort wird klar: "Die Frou" ist wohl etwas bequem und muss erst noch von der Notwendigkeit der Arbeit überzeugt werden, bevor sie ihren Hintern bewegt.
Wären Sie da drauf gekommen? Ich hatte 90 Sekunden und brüllte dann los vor lachen. Meine Frau machte es in 10 Sekunden ...
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Heute sah ich in der Stadt -- gegen Abend -- innert fünfzehn Minuten gleich drei schöne Dinge.
Zuerst einen Mann mit einem T-Shirt, auf dem stand: "The mind is like a parachute, it only functions when it is open." (Der Geist ist wie ein Fallschirm: er funktioniert nur, wenn er offen ist.
Danach sah ich im Stadtpark ein Dutzend weiss gekleidete Leute im Kreis stehen, afrikanische Lieder trommelnd und singend, und jeweils zwei davon tanzten im Kreis einen Tanz, der wie ein Karatekampf aussah, bei dem sich die Kämpfer niemals berührten, meist lächelten, und doch irgendwie wussten, wer gewonnen hatte. Das Ganze war so schön und poetisch.
Und zuletzt, im Bus, rief nach einer Haltestelle ein junger Mann: "Halt, da hat jemand was vergessen!", der Busfahrer hielt, der junge Mann rannte mit einem Portemonnaie zwei Frauen nach, gab es ihnen, rannte zurück, und der Bus fuhr weiter.
Und nun frage ich mich natürlich, ob vielleicht immer innert fünfzehn Minuten so viel schönes geschieht und ich meinen Geist einfach nicht genügend weit offen halte? Ich denke, dass das so ist, will aber sicher sein und mache deshalb das Experiment "Geist offen halten" die ganze nächste Woche.
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