Nun, das sah meine Mutter und sagte: "Da könnte jetzt doch ein Flugzeug durchfliegen." Also gut, hab ich die Kamera durchfliegen lassen, so dass der Betrachter durch die Schaltung fliegt wie wenn er in einem Flugzeug sässe.
Nun, das sah mein Arbeitskollege und meinte: "Da sollten noch die Logos vom Institut und von der Fachhochschule irgendwo hin." Also gut, hab ich sie an den Horizont gestellt, golden, damit es ein bisschen ... OK ... kitschiger aussieht.
Nun, das sah meine Frau und meinte: "Jetzt braucht das aber noch einen Soundtrack!" Also gut, bin ich mit ihr am Abend zusammengesessen, sie hat das perfekte Musik-Stück ausgesucht und wir haben den Film auf die richtige Geschwindigkeit gebracht.
Nun, das sah mein Chef und meinte erst mal nichts. Als der Kiefer wieder oben war, sagte er: "Jetzt kaufen wir einen grossen Bildchirm, damit wir den Film Ende Juni an einer Fachmesse an unserem Stand als Blickfang zeigen können."
So machte ich also diesen Film: Flug durch eine integrierte Schaltung: am besten mit der rechten Maustaste draufclicken, erst mal abspeichern, und dann vom Desktop starten.
Falls der Film auf dem Windows-Media-Player nicht läuft, dann geht ziemlich sicher der Flug durch eine integrierte Schaltung in etwas schlechterer Qualität aber mit weniger Problemen auf Windows.
Noch dann kann es sein, dass der Film nicht so flüssig läuft; Abhilfe schafft dann der Einsatz des besten Videoplayers, den ich kenne, st erst noch gratis: VLC
Und das sah unser Systemadministrator und meinte: "Sieht das in der vollen Auflösung nicht noch besser aus?" Also nein, sagte ich, das wird 60 Stunden Rechenzeit brauchen! Kein Problem, sagte er, Du kannst vier Prozessoren auf unserem schnellsten Compi haben. Also gut, das war dann in nur einer Nacht durchgerechnet und sah auf dem neuen grossen Monitor einfach nur noch geil aus.
Und das sah wieder der Chef -- und knüpfte sofort einen Kontakt zu einem Forscher, der mit aktiven 3D-Brillen was macht, man könnte ja in diese Richtung auch was machen, oder?
Wisst Ihr was? Das wird niemals mehr enden!!!!!
Begonnen hat es mit einem Missverständnis. meine Mutter stellte sich was viel einfacheres vor, nämlich dass man ein kleines Flugzeug durch die Schaltung fliegen sehe.
Aber wisst ihr was? Fortschritt geschieht meistens, weil einer die Worte von jemand anderem missversteht und gut findet, was er verstanden hat. Denn verstände man den anderen genau, käme dabei nichts Neues heraus, oder?
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Nachtessen in Paris:

"Ass frites"? Spätestens seit meinem Text über das ehrliche Fitness-Studio weisst Du was "Ass" auf Englisch heist: Füdli.
Immerhin ist ja die Zeile darunter auch Englisch, oder? Allerdings heisst "Four Cheese Flam" etwa soviel wie "Vierkäsebetrug".
Habe ich wirklich fritierte Füdli gegessen? Bin ich betrogen worden?
Und was genau ist dunkles Weiss? Weiss ist doch meist hell ...
Wettbewerb: wer zuerst mein Abendessen vom 29.5.2010 errät, kriegt einen kleinen Preis ...
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Mein Markenzeichen an Konferenzen ist es, dass ich immer Schokolade dabei habe, die ich freigiebig verteile. Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch Wissenschaft. Von den Leuten, die mich für einen guten Wissenschaftler halten, wissen alle, dass ich Schokolade dabei habe, aber nur wenige, woran ich eigentlich genau forsche.
Schokolade als Qualitätskriterium für Wissenschaft? Warum nicht?
Nach dem "Farewell Evening" (auf deutsch: Tschüssli-Abend) ging ich auf einen Tisch im Foyer zu, an dem ein mir bekannter Türkisch-Zypriot sass, der in England forscht. Er begrüsste mich mit den krächzenden Worten "What has it got in it's pocketseeessss?" (Was hat es denn in seinen Tasssscccchhen?") Ein exaktes Zitat von Gollum; nicht aus dem "Herr der Ringe", sondern aus "Der kleine Hobbit".
Er schaute auch ungefähr so drein:

Ich war so verblüfft, dass ich es zuerst nicht schnallte. Aber natürlich kriegte er ein Schoggischtängeli von mir, wenn er schon so lieb fragte.
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Im Wein liegt die Wahrheit: auch deshalb liebe ich den letzten Abend nach einer wissenschaftlichen Konferenz. Nach dem offiziellen Abschlussfest ging ich ins Zimmer, mit meiner Frau chatten, und um elf noch mal runter in den Konferenzbereich. Eigentlich wollte ich noch einem guten Kollegen tschüss sagen, sah aber in einer Seitennische der Hotelräumlichkeiten ein eigenartiges Bild: dort sass ein Professor aus London mit seinem ganzen Doktorandenteam und circa zwei Flaschen Wein pro Person.
Die Organisatoren hatten gesagt, der Wein müsse weg, und das Londoner Team hat sich da nicht lange gesträubt. Der Professor -- zu dem Zeitpunkt hatte er schon ziemlich kleine Augen -- verliess die Party um halb zwölf, und kurz später ging auch die Freundin von einem der Doktoranden ins Zimmer. Der Doktorand wusste, dass er hätte mitgehen sollen, blieb aber bei uns bis zum Ende, obwohl er immer besorgter wirkte und hin und her ging wie ein eingesperrter Tiger.
Obwohl ich nicht gern viel trinke (und es auch nicht getan habe), liebe ich diese feuchtfröhlichen Feiern bis am Morgen um zwei, denn im Wein liegt wirklich die Wahrheit, und Leute sagen dann sehr interessante Dinge, die sie normalerweise so nicht sagen würden; und die Schlussabendfeier zieht sich auch immer sehr lange hin, weil es oft ein Abschied für mindestens ein Jahr ist, den man feiert.
Die Feier war schön und machte den Abschied leichter. Keiner wollte der Erste sein, der geht. Und ich habe nie herausgefunden, wie die Freundin des Doktoranden reagiert hat, als er um zwei Uhr ins Zimmer kam.
Ich verdanke dem Wein, den ein anderer trank, übrigens meine wohl bekannteste wissenschaftliche Veröffentlichung. Vor sehr langer Zeit sagte ein relativ berühmter Forscher nach relativ viel Wein zu mir, er denke, es gebe zwischen VM und CM gar keinen Unterschied (was VM und CM sind, ist hier gar nicht wichtig.) Er argumentierte gekonnt gegen alle meine Einwände. Am nächsten Morgen traf er mich zufällig und entschuldigte sich für den Vorabend, er sei betrunken gewesen, und ich solle den Mist wieder vergessen, den er erzählt hatte. Leider hatte er mich schon überzeugt, ich forschte zwei Jahre in diese Richtung, und machte daraus einen Konferenzvortrag und eine Publikation, die in der Fachwelt einschlugen wie eine Bombe.
Ich habe seinen Beitrag in meiner schriftlichen Arbeit verdankt, den Wein aber natürlich nicht erwähnt. Wissenschaftliche Genauigkeit in Ehren: aber alles muss das Publikum ja nicht unbedingt wissen, oder? Lassen wir den Lesern den Glauben an die präzise, logische, planende Wissenschaft
Weiter geht die Serie mit einem der drei folgenden Themen:
a) Was meinte ich mit "in Paris -- nicht in Paris"?
b) Was hat ein zypriotischer Türke mit Gollum aus "Herr der Ringe" zu tun?
c) Wo schlief Randall in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch?
d) Gibt es in Frankreich wirklich fritierte Füdli?
Der erste Kommentar, der a), b), c) oder d) erwähnt, entscheidet, wie's weiter geht.
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Wie ich mal im Beitrag über Herrn Akbar Zeb schrieb, hat man manchmal etwas Pech mit seinem Namen, weil er in einer anderen Sprache was Schlimmes bedeutet.
Ein neues Beispiel: der afroamerikanische Rapper Kanye West. Wisst ihr was Kanye auf Suaheli heisst? "Scheissen gehen." Eine üble Sache, denn in den Bantu-Sprachen heisst es "der Einmalige" oder "der Gesandte".
Offenbar ist dies für die Fans von Kanye West so übel, dass sie auf dem Internet die Behauptung verbreiten, "the one" sei auch auf Suaheli die Bedeutung von Kanye; einer Behauptung, der wahrscheinlich schon ein nennenswerter Anteil der Tanzanianischen Bevölkerung (dort spricht man Suaheli) mit Internetanschluss widersprochen hat.
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