Vor einigen Tagen machte ich vor einer Gruppe von Leuten den Testlauf eines Vortrags, den ich in ihrem Auftrag vielleicht später einmal (ehrenamtlich) vor grösserem Publikum geben soll. Der Vortrag -- mit Freude und Humor spannend vorgetragen -- kam sehr gut an.
In der Diskussion kam dann schnell die Frage: was soll das Ziel dieses Vortrags sein? (Damit man den Inhalt dem Ziel anpassen kann.) Die Frage hat mich unvorbereitet getroffen. Mein einziges Ziel war, einen spannenden, bereichernden Vortrag zu geben, der im Publikum Resonanz findet. Mehr kommt mir nicht dazu in den Sinn. Aber wenn sie Ziele definieren wollen: sollen sie!
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Gestern sass ich mit jemand anders zusammen; wir werden im Herbst zusammen einen Kurs geben. Diese Person sagte: "Was das Ziel des Kurses sein soll, weiss ich auch nicht. Ich weiss nur, dass er locker, spannend, nährend und voll Humor sein soll." Das ist mein liebster Weg!
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Mit Zielen kann ich für jemanden arbeiten. Auf dem selben Weg gehend kann ich mit jemandem arbeiten.
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Sehr schön ist es, mit meinen zwei Kindern am warmen Sonnennachmittag im Bassin herumzualbern.
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Zitat: "Wie kann ich in der Gegenwart das machen, was ich lieber täte?"
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Gestern ging ich einkaufen; ich brauchte viele verschiedene Dinge (Wochenedeinkauf), aber am Wichtigsten war mir ein neuer Kopfhörer. Mein alter hatte nach sechs Jahren den Geist aufgegeben. Ich wusste sogar, welchen ich haben wollte, den PX200, eine andere Variante meines geliebten, zerbrochenen PX100.
In der Stadt ging ich in das eine Kaufhaus und fragte nach dem PX200 -- nein, sie hätten keine davon, nicht einmal in einer anderen Filiale. So ging ich ins andere Kaufhaus, wartete vor dem Lift ... und da fuhr eine Angestellte mit einem Wägelchen hinter mir vorbei, in welchem es rosarote Tassen hatte. Und in diesen Moment war ich sicher, dass dieses Kaufhaus meinen Kopfhörer an Lager hatte.
Staunen Sie ab dieser Schlussfolgerung? Nun, es ist ganz einfach: meine Frau hatte sich von unserem Baby -- das heisst: von mir -- eine rosarote Tasse zum Muttertag gewünscht. Die hatte ich aber vergessen, sie war nicht auf der Liste! Und nun stellte ich mir vor, dass das Schicksal alle PX200 aus dem Regal von Kaufhaus 1 entfert hatte, um mich ins Kaufhaus 2 zu führen, damit ich das Wägelchen sah und mich an die Tasse erinnerte und eine kaufen konnte.
Im Stock mit der Elektronik angekommen fragte ich nach dem PX200. Der Mann kam mit mir ans Gestell, aber es hatte keine davon, und auch keine Lücke, wo es einmal welche gehabt haben könnte. Nun, dachte ich mir, das war wohl ein Anfall von Aberglauben von mir, natürlich kriege ich nicht wegen einer rosa Tasse einen PX200, so einfach ist die Welt nicht gestrickt. Doch da sagte der Mann: "Warten sie, ich geh noch ins Lager schauen." Und kam mit dem wahrscheinlich einzigen PX200 der Stadt zurück.
Ich frage mich seitdem, wieviel an meinem Aberglauben dran ist, aber viel wichtiger ist mir schon dies: ich habe ein grosses freude.li an meinem neuen PX200, und meine Frau an ihrer rosaroten Tasse.
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Kennen Sie das? Sie bestellen Menü 2, aber bekommen Menü 1? In einem solchen Fall reklamiere ich dann natürlich. Meine Frau aber, als ihr dies vor kurzem geschah, ass einfach was gebracht wurde.
Mir fiel das auf und ich bewunderte sie laut dafür. Seither sagt sie häufig, wenn das Leben nicht so spielt wie sie es sich vorstellt: "Weisst Du, ich esse ja auch das andere Menü." Und wird mit jedem Mal, wenn sie es sagt, ruhiger, ausgeglichener. Und ich muss freude.li'g schmunzeln.
Die Taoisten sagen: Wohin auch der Wind weht, welchen Weg auch die Welt geht, ist ganz und gar gut so für mich! Ich denke, wer auch das andere Menü isst, kommt diesem Tao sehr nahe.
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Heute, beim Ausmisten der Bücher (wir haben zu viele davon) fiel mir ein Buch in die Hände, das ich gerade eben in einem anderen Regal gesehen hatte: es war ausgerechnet "Wiederkehr der Mystik" von Willigis Jaeger.
Die zwei Büchlein stehen jetzt nebeneinander im selben Regal, wie es sich gehört für ein Buch mit diesem Titel.
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Mein Baby -- jetzt ein Jahr alt -- und wir waren eine Woche in den Ferien. Er hat all die neuen Eindrücke sichtlich genossen, aber er war auch deutlich verwirrt, denn nichts war wie gewohnt, und sogar als wir nach Hause kamen, wusste er noch nicht, wo wir sind. Bis er etwas Bestimmtes sah.
Und nun kommt nicht, was alle denken: sein Lieblingsspielzeug. Das ist ja mobil und könnte überall hin mitkommen! Nein, er öffnete die Schubladen in der Küche, sah nach was drin ist, und dann war ihm klar: wir sind zu Hause! Man konnte die Freude darüber richtig sehen in seinem kleinen Gesichtchen.
Ich fragte mich dann, was für mich "zu Hause" ist? Ich bin alles im Geist durchgegangen: die Küche, den Garten, die Stube, die Couch, das Esszimmer ... aber die Antwort ist verblüffend einfach: es ist mein (sehr bequemes) Bett. Und dorthin geh ich mich jetzt einkuscheln und mich am "zu Hause" freuen.
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