Freude Sprechen 
Heute Nachmittag war ich mit sieben anderen Dozentinnen und Dozenten an einem Kurs, wo wir lernten, wie man vor grossem Publikum spricht.

Wir lernten Körperhaltung, Aussprache, Auftreten, Gestik, Choreographie, mehr als man eigentlich lernen kann an einem Nachmittag, aber eines war der Kursleiterin (und mehreren Teilnehmerinnen und Teilnehmern) am Wichtigsten: dass man all dies locker und mit Freude tue und diese Freude ausstrahle: nur so bleibe ein grosses Publikum interessiert.

Das habe ich gerne gehört! So sagte ja damals auch schon der Kommunikationswissenschaftler Marshall B. Rosenberg: "Tue nichts, was Du nicht aus spielerischer Freude heraus tust!"

Ich werde mir also Mühe geben, nur noch Sachen zu lehren, an denen ich Freude habe. Vielleicht zum Preis, dass ich den Studis sagen muss: "Lest dies und das auf nächstes Mal durch, ich erzähle euch dann nicht nochmal die Details, sondern was es wirklich bedeutet und wofür ihr es brauchen könnt." Und vielleicht ist das dann kein Preis, sondern ein Geschenk für sie? Ich probier's und schreib dann mal wieder darüber.

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Eigentlich ... 
... wollte ich ein freude.li schreiben, weil ich dieses Wochenende so viel Freudiges erlebt habe. Und nun, da ich vor dem Bildschirm sitze, fehlen mir die Worte. Und so sitz ich da und lächle still vor mich hin.

Wie sehe ich wohl aus? Mal sehen ... ich schalt die Webcam des Computers ein ... ah, da muss ich drücken ... auweiah. Ich hatte gehofft, weise lächelnd auszusehen, das wär schon was gewesen, aber ich sehe überhaupt nicht weise aus, eher ein wenig bekifft. Das Bild erspar ich Euch dann wohl lieber.

Also: mir fehlen die Worte, mir fehlt das weise Aussehen, mir fehlt eine gute Idee, wie ich diesen Text abschliessen soll. Nur ein Lächeln hab ich, und das ist doch eigentlich genug, egal wie's aussieht und egal ob ich's ausformulieren kann und egal ob's sich lohnt, darüber zu lesen, eigentlich, oder?

Gute Nacht und startet gut in die neue Woche!




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Schneetanz 
Heute morgen trat ich aus der Tür -- um sieben -- und fand die Welt ganz weich und leise vor: ein weicher, luftiger, Lärm dämpfender, flockiger Boden ohne jede Fuss-Spuren lag vor mir.

Das macht mir jedes Mal ganz grosse Freude, und ich renne und tanze dann auf der Strasse und würde am liebsten auch laut jubeln, aber es ist, wie gesagt, morgens um sieben, und so erspare ich den Nachbarn, sich ob meiner Freude aufzuregen, und hüpfe froh, aber still, zum Bus.

Dann fühle ich mich so ein bisschen wie in jenem Gedicht, dessen Verfasser mir nicht bekannt ist:
Arbeite als ob Du das Geld nicht brauchst
Liebe als ob Du nie verletzt wurdest
Tanze als ob niemand zusieht
Singe als ob niemand zuhört
Lebe als ob der Himmel auf Erden ist.


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Spräche ist Glucksäche 
Kürzlich gesehen:



und herzlich gelacht!


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Vorsatz 
Das freude.li ist aus einem guten Vorsatz fürs neue Jahr vor zwei Jahren entstanden: mehr Freude zu haben und zu verbreiten. Seither macht mir die Welt viel mehr Freude, zumindest wenn ich mich nicht über etwas aufrege, dann sehe ich die freudigen Dinge nicht mehr so klar. Auch mitfühlend sein mag ich nicht mit Leuten, über die ich mich aufrege, obwohl ich es vielleicht möchte.

Und so ist mir zur rechten Zeit das Buch "Das Erblühen des Lotos" von Thich Nhat Hanh wieder in die Hände gefallen, in dem er die Buddhistische Kultur des Herzens beschreibt, in der man Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut übt, immer alle vier zusammen, weil nur drei davon nicht ausreichen.

In meinem Fall ist es Gleichmut, die mir oft fehlt. Ich dachte immer, Gleichmut komme, wenn man fleissig Liebe, Mitgefühl und Mitfreude übe, aber das scheint bei mir nicht so ganz zu klappen. So ist mein Vorsatz für das neue Jahr, konsequent Gleichmut zu üben. Die ersten zwei Tage des neuen Jahrs habe ich das relativ gut geschafft

;-)

Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, deshalb ersetze ich nicht etwa freude.li durch gleichmute.li. Wenn Thich Nhat Hanh recht hat, werde ich durch mehr Gleichmut automatisch mehr freudiges sehen und dann hier darüber berichten können.


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